Stellinger Reigen

Herzlich willkommen beim Bürger- und Heimatverein Stellingen von 1882 e.V.


Seit über 130 Jahren vertritt unser Verein die Interessen der Bürgerinnen und Bürger in Stellingen, einem Stadtteil im Nordwesten der Freien und Hansestadt Hamburg. Er gehört seit 1949 zusammen mit dem südlich gelegenen Stadtteil Langenfelde zum Bezirk Eimsbüttel.

Wenn Sie sich über die Aktivitäten unseres Vereins informieren wollen.
und vielleicht auch aktiv mitmachen wollen, finden Sie unsere Angebote unter „Unser Verein“/“Vereinsleben“.

Hier eine kurze Übersicht zur Geschichte unserer Stadtteile:
Geschichte Stellingens und Langenfeldes (weitere Informationen unter „Stadtteilarchiv“ („Zeittafel“ und „Steinzeit“).
Der Name Stellingen leitet sich wahrscheinlich von der Ortsgründung durch einen Mann namens Stallo ab, einem altgermanischen Mannesnamen. Nach einer anderen Deutung führt der Name auf die ostfriesische Bezeichnung für einen Gerichtsstuhl zurück.
Urkundlich erwähnt wurde Stellingen (Stelling) erstmals 1347 in den Eppendorfer Kirchenbüchern. Wichtige Erwerbsquelle der Stellinger Bauern war zu dieser Zeit der Milch- und Butterhandel. Die „Bodderbuern“ zogen mir ihren Planwagen über das Land und tauschten ihre Milchprodukte gegen Geflügel, Schinken und Würste ein. Die weiblichen Familienmitglieder hingegen verkauften die Milchprodukte in den Städten Altona und Hamburg.
1875 wurde von der erstmals auf Grundlage der schleswig-holsteinischen Gemeindeverfassung gewählten Gemeindevertretung die Zustimmung zum Bau der Straßenbahn gegeben, die Stellingen auf der Strecke Kieler Straße mit Altona auf der einen und Eidelstedt auf der anderen Seite verbinden sollte. 1921 begann der Bau der Gartenstadt Langenfelde auf dem Gebiet einer ehemaligen Ziegelei durch die Siedlungsgemeinschaft für Kriegsversehrte. Stellingens Unabhängigkeit endete 1927 mit der zwangsweisen Eingemeindung nach Altona, der 1937/1938 die Eingliederung in den Hamburger Stadtstaat folgte. Der Zweite Weltkrieg traf Stellingen hart: Allein in Langenfelde wurden 38 Prozent der Gebäude zerstört.
Weit über die Stadtteilgrenzen bekannt ist Hagenbecks Tierpark mit seinem denkmalgeschützten Tor, das allerdings mittlerweile kein Eingang des Parks mehr ist. Nördlich des bekannten Tierparks gibt es in Stellingen die sogenannte „Stellinger Schweiz“, korrekt eigentlich „Stellinger Feldmark“ ein hügeliges Gebiet mit ländlichem Charakter. Dort gewinnen die Hamburger Wasserwerke Trinkwasser. Außerdem verfügt Stellingen großflächig über Kleingartengelände und in den Nebenstraßen über umfangreichen alten Baumbestand.
Die besonderen Bauwerke des Stadtteils sind das architektonisch interessante ehemalige Rathaus von 1912, der Wasserturm von 1912 (inzwischen zum Wohnhaus umgebaut; 100-Jahrfeier im Herbst 2012), eine dem heilige Prokop geweihte russisch-orthodoxe Kirche und die Fazle-Omar-Moschee, die am 22. Juni 1957 in der Wieckstraße eröffnet wurde. Sie ist die zweitälteste Moschee in Deutschland und der erste Moscheeneubau nach dem Zweiten Weltkrieg.
Zwischen der Hagenbeckstraße, der Koppelstraße und dem U2-Viadukt befinden sich die beiden Rasen-Fußballplätze (einer davon mit Tribüne) der Wolfgang-Meyer-Sportanlage. Außerdem gibt es ein Eislauf- und Radstadion, das ein markantes Zeltdach hat, sowie mehrere Tennisplätze. Am Sportplatzring liegt das Stellinger Stadion mit zwei Hartplätzen und einem Rasenplatz. Hier tragen die Mannschaften des TSV Stellingen 88 und des SV West-Eimsbüttel ihre Punktspiele aus.
Außerdem gibt es zwei Regionalsporthallen in Stellingen, zu einem die Sporthalle Wegenkamp und die Sporthalle Hagenbeckstraße in der Stadteilschule Stellingen in denen diverse Vereine aus dem Stadtteil trainieren und ihre Punktspiele und Turniere austragen.
In Stellingen liegen die S-Bahn-Stationen Eidelstedt, Stellingen und Langenfelde. Die beiden erstgenannten wurden bis zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006, bei der einige Spiele in der im benachbarten Bahrenfeld gelegenen Arena stattfanden, umgebaut. -An der Autobahn-Anschlussstelle Hamburg-Stellingen münden die Bundesstraßen 4 und 5 an die Bundesautobahn 7; die A 7-Teilstrecke bis zum Autobahndreieck Nord-West (zur A 23) ist mit über 150.000 Fahrzeugen täglich eine der meist befahrenen der Bundesrepublik Deutschland. Als Lärmschutz soll dieser Streckenabschnitt (ab 2014?) ein Tunnelbauwerk („Stellinger Deckel“) erhalten. Die „Ertüchtigung“ (Verbreiterung) der A 7 ab Elbtunnel von 6 auf 8 Spuren macht auch den Abriss und Neubau der Autobahnbrücke zwischen den Auffahrten Volkspark und Stellingen notwendig.
Seit 1885 hat Stellingen seine eigene Freiwillige Feuerwehr (FF) mit Sitz in der Melanchthonstraße, an dem sich zuvor das Stellinger Gefängnis befand. Die Aufgaben der FF Stellingen bestehen darin, die Berufsfeuerwehr (am Basselweg neben dem Stellinger Rathaus) in Fragen der Abwehr von Gefahren für die Allgemeinheit zu unterstützen. Des Weiteren ist die Stellinger Feuerwehr im Katastrophenschutz (Deichverteidigung) tätig und hat die sogenannten Sonderkomponenten “Dekontamination und Reinigung” sowie “Spüren und Messen” übernommen.
In der heutigen Zeit ist Langenfelde vor allem durch das Bahnbetriebswerk Hamburg-Langenfelde bekannt. 1884 eröffnete die AKN (Altona-Kaltenkirchen-Neumünster Eisenbahn AG) die Strecke von Altona nach Kaltenkirchen mit einem Halt in Langenfelde. 1911 wurde die Strecke auf einen Damm verlagert. Seit 1962 hat Langenfelde eine S-Bahn-Haltestelle (Linien S3, S21 und zeitweise A1), die renoviert wurde und jetzt auch einen Aufzug hat. Sie bietet Anschluss in Richtung der Hamburger Innenstadt.
Der Ort liegt an der Altona-Kieler Chaussee, die 1830 bis 1832 als eine der ersten "Kunststraßen" in Schleswig-Holstein ausgebaut wurde. Sie wurde später zur Reichs-, heute Bundesstraße 4 (Kieler Strasse). Durch den Bau der A 7 hat ihre Bedeutung für den Fernverkehr (LKW aus dem Hafen Richtung Skandinavien) zugenommen, denn sie ist nun ein stark frequentierter Zubringer zur Anschlussstelle Stellingen.
Zwischen der Trasse der AKN und der Bahn nach Kiel hatte die Staatsbahn umfangreiches Gelände reserviert. Da es nicht genutzt wurde, war es an Kleingärtner verpachtet. In den 1960er Jahren begann die heutige, durch Fusion entstandene "Wohnungsgenossenschaft Hamburger Wohnen e. G." dieses Gelände für den Wohnungsbau zu nutzen. So entstand unter Mitwirkung des Architekten Bernhard Dexel eine „Insel“ zwischen den Gleisanlagen, ihrer Form wegen „Die Linse“ genannt.
In Stellingen und Langenfelde sind in den letzten Jahren viele neue Wohnungen entstanden und werden aktuell noch gebaut. Nicht nur das viele Grün macht die Stadtteile attraktiv, sondern auch ihre gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr; an vielen Stellen nur kurze Strecken zu Fuß zur nächsten Haltestelle von Bus, S- und U-Bahn.

                                    01/2013-Wikipedia/Hr